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Pressemitteilung

Weniger ist mehr – Nachhaltigkeit statt Wachstumszwang

Bernhard Suttner und OB-Kandidatin Dr. Ulrike Schneider begeistern im Kolping-Hotel

von rechts nach links: Bernhard Suttner (ÖDP-Landesbeauftragter für Grundsatzfragen), OB-Kandidatin Dr. Ulrike Schneider (Initiative ZUKUNFT./ÖDP), Stefan Herold (Listenkandidat der ÖDP für die Stadtratswahl), Dr. Karlheinz Kalb (ÖDP-Kreisvorsitzender)

In der gut besuchten Veranstaltung, die auf Einladung der ÖDP Schweinfurt gemeinsam mit der Initiative ZUKUNFT. am 23. Januar im Kolping-Hotel Schweinfurt stattfand, stand das Thema Nachhaltigkeit im Mittelpunkt.

In einer eindrucksvollen Lesung aus der Streitschrift „Wir haben genug“ betonte Bernhard Suttner, ehemaliger Landesvorsitzender der ÖDP und Initiator mehrerer erfolgreicher Volksbegehren, dass technologischer Fortschritt allein nicht ausreiche, um die massiv bedrohten Lebensgrundlagen zu sichern. Er zeigte eindrücklich, warum ein ständiges Mengenwachstum von Konsum und Produktion mit den physikalischen und biologischen Bedingungen unseres Planeten nicht verträglich sein kann. Vielmehr postulierte er die Notwendigkeit eines bewussten Verzichts zugunsten künftiger Generationen und verwies auf die Dringlichkeit sofortiger und drastischer Klimaschutzmaßnahmen, wie sie im Klimaaufruf 2025 der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft gefordert werden. Als zentrales Hindernis für die Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen identifizierte Suttner die wissenschaftlich bekannte Neigung des Menschen, sich ganz auf seine persönliche Gegenwart zu konzentrieren und absehbare, langfristige Folgen für zukünftige Generationen komplett auszublenden (sog. „Present Bias“ oder „Status-quo-Bias“). Während Populisten aus egoistischen Motiven die Menschen in diesem Verhalten fatalerweise bestärken, sei es notwendig, dass die Menschen sich diese Eigenschaften bewusst machen und so ihr Handeln unter Berücksichtigung der Langzeitfolgen für Alle korrigieren.

Dr. Ulrike Schneider, OB-Kandidatin der Initiative ZUKUNFT./ÖDP, beleuchtete anschließend die kommunalpolitischen Herausforderungen und forderte nachhaltige Lösungskonzepte in allen Bereichen der Politik. Angesichts der angespannten Finanzlage der Stadt müsse die Stabilisierung des Haushalts oberste Priorität haben. Sie sprach sich generell gegen teure Prestigeprojekte aus und plädierte für nachhaltige und bezahlbare Maßnahmen, die die Lebensqualität in Schweinfurt sichern. Beispielsweise betonte sie die Notwendigkeit, zum Schutz der Umwelt der fortschreitenden Flächenversiegelung, dem Verlust von Grünflächen und dem Schwund von Baumbeständen entgegenzuwirken. Besonders hob sie den Erfolg des Bürgerbegehrens „Natur statt Beton“ hervor. Für die Stadt Schweinfurt sieht sie es als wichtig an, den Charakter der Innenstadt zu bewahren, deren Attraktivität zu erhöhen und unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes ein städtebaulich ansprechendes Stadtbild zu gestalten. Zudem unterstrich sie die Bedeutung von Transparenz für eine funktionierende Demokratie und verwies auf ihren Einsatz für die Übertragung der Stadtratssitzungen, die bislang - aus Ihrer Sicht bedauerlicherweise - nur als Livestream zu sehen sind. Die von ihr praktizierte Bürgernähe, Ehrlichkeit und unermüdlicher Einsatz in Verbindung mit nachhaltigen Politikkonzepten seien der richtige Ansatz, um die Unzufriedenheit der Bürger mit dem aktuellen Politikbetrieb zu beseitigen. Im Gegensatz zu Populisten und der AFD sehe Sie sich als die „richtige Alternative“ für Schweinfurt.

Zusammenfassend präsentierten sich die Referenten, sowie Initiative ZUKUNFT und ÖDP mit ihrem klaren Bekenntnis zu generationengerechter Politik und umfassender Nachhaltigkeit als glaubwürdige Alternative zu den etablierten Parteien.

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