© Mainpost 23.01.2008

ÖDP will Aktionspaket gegen Genmais erstellen

 

Lindelbacher Maisbauer distanziert sich

mp) Großen Aufruhr hat laut Mitteilung der ÖDP unser gestriger Artikel zum Genmais in Lindelbach hervorgerufen. Gemäß des im Internet veröffentlichten Standortregisters (www.standortregister.de) sollen alleine im Randersackerer Ortsteil Lindelbach 9,2 Hektar für die Aussaat von genverändertem Mais vorgesehen sein. Auch Giebelstadt und Bütthard finden sich in der Liste des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Wie berichtet, wehrt sich die ÖDP dagegen, gentechnisch veränderte Pflanzen in die freie Natur auszubringen.
Laut ÖDP habe ein örtlicher Landwirt, der selbst größere Flächen Mais anbaut, klargestellt, dass er keinen Antrag auf Genmais gestellt habe. Nach seinem Kenntnisstand handele es sich bei den Flächen um Äcker, die an Auswärtige verpachtet seien.
Dies würde aus Sicht der ÖDP eine große Chance bieten, weil die Verpächter häufig noch nichts von den Gentech-Plänen ihres Pächters wüssten und vielleicht sogar ablehnten.
Hier will die ÖDP ansetzen: Persönlich Betroffene, wie zum Beispiel konventionelle Maisbauern, hätten das Recht, vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit die Antragsteller für die Gensaat zu erfahren. Wie dies funktioniert, wollen die ÖDP-Mitglieder in einem Aktionspaket zusammenstellen. Beim ÖDP-Büro, Tel. (09 31) 40 48 60 können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger bereits jetzt in eine Liste eintragen, um das Aktionspaket druckfrisch zu erhalten.
Zur Zeit sei man auf der Suche nach einem geeigneten Referenten für einen Informationsabend in Lindelbach, so ÖDP-Kreisrat Matthias Henneberger.
Auch über die Parteigrenzen hinweg soll unter anderem mit der Kreisgruppe des Bund Naturschutz gesprochen werden, um weitere Protestaktionen koordiniert veranstalten zu können. Bereits im vergangenen Jahr, so die Mitteilung der ÖDP, habe sich im Nachbarlandkreis Kitzingen unter der Federführung der ÖDP ein breites Bündnis gebildet.

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