| © Mainpost 02.03.2003 |
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ödp-Kreisverband sucht in Schweinfurt Bündnispartner für Anti-Klon-Volksbegehren |
| Innenministerium entscheidet in den nächsten Tagen über Zulassung |
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Die ödp Schweinfurt rechnet
damit, dass das Bayerische Innenministerium in den nächsten Tagen offiziell über
die Zulassung des Volksbegehrens "Menschenwürde ja, Menschenklonen niemals"
entscheidet. Die zweite Phase des Projektes könnte dann voraussichtlich im Mai
stattfinden. Darauf bereitet sich der ödp-Kreisverband derzeit intensiv vor und
sucht in Schweinfurt örtliche Verbände, Pfarrer und Ärzte und weitere
Interessierte als Bündnispartner. Wenn das Innenministerium erwartungsgemäß das mit 26.500 Zulassungsunterschriften beantragte Volksbegehren zulässt, beginnt für die ödp Schweinfurt der schwierigste Teil ihrer neuen Aktion. Bayernweit müssen sich zehn Prozent der Wahlberechtigten, das sind fast 900.000 Menschen innerhalb einer Zweiwochenfrist in den Rathäusern eintragen. "Das schaffen wir nur, wenn uns viele kirchliche und soziale Organisationen und Vereine, Pfarrer und Ärzte unterstützen. Wir suchen möglichst viele Helferinnen und Helfer, die wie wir das Klonen und Embryonenexperimente ablehnen", erklärte ödp-Kreisvorsitzender Peter Spath. Zahlreiche Verbände und Einzelpersonen in Stadt und Landkreis Schweinfurt werden in den nächsten Tagen einen Brief von der ödp erhalten und zum Mitmachen gebeten. Peter Spath: "Wir wollen als Initiator des Volksbegehrens im weiteren Verfahren auch nicht im Vordergrund stehen, sondern ziehen die Gründung eines zeitlich begrenzten überparteilichen Bündnisses der Sache wegen vor". Überall im Land arbeiten nach Überzeugung der ödp interessierte Kreise an der Lockerung des Embryonenschutzgesetzes. Es gebe heute "einflussreiche Leute, die den frühen Menschen als bloßen Zellhaufen abqualifizieren und für die Verwertung freigeben wollen. Ein ethischer Dammbruch droht, weil das einfache Embryonenschutzgesetz dem Druck der Industrielobby wohl nicht mehr lange standhält. Die jüngste Bundestagsresolution für ein weltweites Klonverbot ändert daran nichts. Außerdem geht es bei unserem Volksbegehren nicht nur ums Klonen: die qualitative Auslese von Menschen im Embryonalstadium (PID) soll ebenso wie die Genmanipulation am Menschen als Verstoß gegen die Menschenwürde gelten und durch einen Verfassungsartikel dauerhaft verboten werden", fordert Peter Spath. |