16.02.2003

Atomkonsens ist Nonsens

Das Zwischenlager wird zum leider notwendigen Sargnagel“ so Hans-Josef Fell, MdB. Aber der Sarg wird leider noch nicht geschlossen. „Ganz im Gegenteil, zu den bereits angefallenen 500 Tonnen hochradioaktivem Abfall in Grafenrheinfeld kommen nochmals 400 Tonnen dazu“ stellt Peter Spath, Kreisvorsitzender der ödp Schweinfurt, fest.
 Der Atomkonsens zwischen Betreiber und rot-grüner Bundesregierung garantiert eine weitere Produktion von 2270 Tonnen des hochgefährlichen Materials in Bayerns Atomkraftwerken. Bisher sind 2060 Tonnen angefallen, die ebenfalls mindestens 50.000 Jahre sicher verwahrt werden müssen. Waldemar Bug, ödp-Landesvorstandsmitglied, stellt dazu fest: „Das schizophrene an dem „faulen Kompromiss“ ist, dass jede eingesparte oder regenerativ erzeugte Kilowattstunde Strom den Betrieb der AKW`s sogar noch verlängert. Statt den Betrieb allein zeitlich zu befristen, wird eine weitere Produktionsmenge garantiert. Hätten wir einen echten Ausstieg aus dem Atomrisiko, bräuchte es kein Zwischenlager derart gigantischen Ausmaßes.“
Bug fordert deshalb eine adäquate Haftungsverpflichtung, wie sie für alle technische Anlagen gefordert wird. Der wirkliche Preis des Atomstroms würde zu einem raschen Abschalten aus wirtschaftlichen Gründen führen. Auch der fehlende Entsorgungsnachweis ist nach seiner Meinung, Grund genug für eine Abschaltung.

Waldemar Bug
Mitglied des Landesvorstands

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