© Mainpost 27.07.2002

 ödp Kreisverband Schweinfurt beschließt über Bundestagswahlkampf

 Mobilfunkgrenzwerten und Korruption den Kampf angesagt, Atomausstieg bis 2008

   Der Kreisverband Schweinfurt der Ökologisch-Demokratischen Partei hat am vergangenen Freitag unter der Führung des Vorsitzenden Peter Spath im Kolpinghaus die heiße Phase des Wahlkampfes eingeläutet. Spath gab sich zuversichtlich. Der  Kreisverband stehe bereit und gerüstet unter dem Motto „Blick in die Zukunft – ödp" einen engagierten Wahlkampf mit sauberen Methoden und ohne Schmiergeld zu führen. Die ödp nehme seit vielen Jahren generell keinerlei Spenden von Firmen und juristischen Personen an. Damit sei die ödp die glaubwürdigste und transparenteste Partei im deutschen Parteienspektrum. Das einzige Problem seien die anderen Parteien, die durch ständige Skandale und unsaubere Machenschaften den Ruf der Politik insgesamt beschädigten. Doch werde man den eigenen Ruf gegen die Spezies von PR Agenten, Lobbyisten, Bäderkönigen, Waffenhändlern und Müllmafiosi, die durch ihre Verbindung zu Bimbes, Privatflugaffären, Nebenjobs in Aufsichtsräten oder als Autoren, Immobilienskandalen, öffentlich bezahlte Hochzeiten, Caritas Rheinland Pfalz, Firmen- und Bankenpleiten, Fußballsponsoring etc.  der Politik einen schrecklichen Ruch verliehen haben, verteidigen. Die anderen Parteien ruft Spath auf, dem Beispiel der ödp zu folgen und Firmenspenden sowie Aufsichtsratsposten für Parlamentarier der eigenen Partei zu untersagen. Mit diesem einfachen Mittel könne man sehr schnell die von Bundestagspräsident Thierse geforderte Transparenz in der Politik erreichen. Solange die Parteien dazu nicht bereit seien, bliebe die Bereitschaft zu tatsächlicher Transparenz und damit zu einer demokratischen  Gesellschaft fragwürdig.
Man werde daher einen Wahlkampf mit bescheidenen finanziellen Mitteln, aber großem persönlichem Engagement führen und vor allem den direkten Kontakt zu  den Wählern suchen. Geplant sind Infostände und Veranstaltungen, die Beteiligung an der jährlichen Herbstdemonstration gegen das überdimensionierte rotgrüne Zwischenlager und für den schnellstmöglichen Ausstieg (bis 2008) aus der Atomenergienutzung sowie aktive Pressearbeit und anderes mehr.

Auch das Thema Gentechnik soll eine wichtige Rolle spielen. Die Ökologisch-Demokratische Partei ist gegen gentechnische Manipulationen an Menschen, Tieren und Pflanzen. Stattdessen setzt sich die ödp aktiv für das Leben und zwar von Menschen und Tieren ein. Würde und Respekt im Umgang mit der Schöpfung, die wir von unseren Kindern nur geliehen haben, müsse sich wieder durchsetzen. Dafür wird die ödp sich einsetzen.

Ein persönliches Anliegen ist dem 42  jährigen Metallfacharbeiter aber der Mobilfunk. Da seine Freundin direkt in der Nähe eines solchen Funkmasten lebt und darunter leidet engagiert er sich schon seit Jahren für das Thema. „Die Grenzwerte müssen runter“, sagt er, das sei sein Ziel.
An Aktionen zu dem Thema wird gearbeitet.

 Zurück