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"Atomstopp statt Zwischenlager" war die Aktion überschrieben, die gegen
Mittag in einer Kundgebung am Postplatz gipfelte. Lautstark verliehen die Teilnehmer ihrer
Unzufriedenheit über den Atom-Konsens der rot-grünen Bundesregierung Ausdruck.
Jürgen Grahl als Vertreter des Solar-Fördervereins hielt die Hauptansprache, in der
er auf die seiner Meinung nach gegebene Möglichkeit eines sofortigen Ausstiegs aus der
nuklearen Stromgewinnung hinwies. Während er große Teile der rot-grünen Energiepolitik
somit heftig kritisierte, verteidigte Grahl das Konzept der Ökosteuer.
Besonderen Wert legte der Umwelt-Aktivist auf die Feststellung, dass sich Wind- und
Stromkraft auch wirtschaftlich rechnen könnten. Ein gänzlicher Umstieg auf alternative
Energien könne an die eine Million neuer Arbeitsplätze schaffen und so die aus der
Schließung der Atomkraftwerke folgenden Freistellungen mehr als ausgleichen.
Auch BA-BI und Greenpeace waren unter anderem mit Info-Ständen über ihre Arbeit
vertreten. Wie sie, so fordert auch die ödp als Mitorganisatorin der Demonstration, den
Verzicht auf Zwischenlager an den Kraftwerken.
In einer Pressekonferenz im Vorfeld des Zuges durch die City äußerten sich der eigens
angereiste Landesvorsitzende Bernhard Suttner sowie Professor Dr. Klaus Buchner als
Atomexperte der Partei äußerst besorgt über die mit der Errichtung eines Zwischenlagers
verbundenen Sicherheits-Risiken. Beispielsweise durch Terroranschläge könnten sich
Katastrophen ungeheuren Ausmaßes ergeben. Auch der stellvertretende
ödp-Bezirksvorsitzende Uwe Dolata spricht sich daher für einen angesichts des hohen
Energieüberschusses möglichen Sofort-Ausstieg und einige wenige gut gesicherte
Zwischenlager aus. Weiterhin hofft die Partei, dass ihre Klage gegen die angebliche
Bevorzugung der Atomenergie bei der EU-Wettbewerbskommission Erfolg hat. |